Hochwasser- und Starkregenvorsorge

Im Unterschied zu Flusshochwasser, das durch großflächige Beregnung des Einzugsgebiets verursacht wird und Flussläufe, spricht man von Starkregen, wenn intensive Niederschläge kleinräumig auftreten und Hochwasser in kleinen Gewässern, Tiefenlinien und Muldenlagen verursachen. Die Übergänge können fließend sein.

Von Flusshochwasser sind hauptsächlich das direkte Umland der Flüsse betroffen. Starkregen kann überall auftreten - auch weitab von Flüssen. Starkregen tritt i.d.R. lokal begrenzt (häufig nur wenige km²) auf und kann flächenhaft zu Überflutungen durch wild abfließendes Oberflächenwasser und Hochwasser kleiner Gewässer führen. Außerdem können von Starkregen ausgelöste Sturzfluten mit Schlamm und Geröll hohe Schäden an Wohn- und Gewerbegebäuden und Infrastruktureinrichtungen verursachen.

Klimaexperten gehen davon aus, dass aufgrund des Klimawandels in Zukunft vermehrt mit extremen Wetterereignissen, vor allem auch mit Starkregen, zu rechnen ist.

Bei Hochwasser und Starkregenereignissen kam es in den letzten Jahren zu Überflutungen, die z.T. hohe Schäden anrichteten. Daher gilt es jetzt, Vorsorge zu betreiben, um für die nächsten Hochwasser und Starkregen gerüstet zu sein, denn:

  • Hochwasser und Starkregen können nicht verhindert werden!
  • Wasserrückhalt in der Fläche ist nur begrenzt möglich!
  • Mauern und Deiche bieten keinen absoluten Schutz vor Hochwasser und Starkregen!

Eine 100%ige Sicherheit ist nicht möglich, aber Schäden können durch wirkungsvolle Vorsorge verhindert oder vermindert werden. Auf Hochwasser und Starkregen kann man sich vorbereiten!

 

kommunale Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte

sind Bestandteil des kommunalen Starkregenrisikomanagements und beinhalten folgende wichtige Elemente:

  • Erstellung von Starkregengefahrenkarten
  • Auswertung der Starkregengefahrenkarten, Ergänzung um Erfahrungen und Ortskenntnisse
  • Gefahrenanalyse und konzeptionelle Planung möglicher Maßnahmen zur Verminderung von Starkregengefahren
  • Information, Sensibilisierung und Beteiligung aller Akteure, insbesondere der Bevölkerung

Alle Gemeinden und Städte im Saarland haben die Möglichkeit, ein kommunales Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept aufstellen zu lassen.

Die Kosten für die Aufstellung des Konzeptes werden vom Saarland (MUV) bis zu 90 % gefördert. Die Förderung von Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagements richtet sich nach der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen des Hochwasser- und Starkregenmanagements (FRL-HWS).

Informationen über den Hochwasserschutz, das Hochwasserrisikomanagement und die Starkregenvorsorge des Saarlandes finden Sie im saarländischen Themenportal Wasser unter Hochwasserschutz im Saarland.

 

Ansprechpartner für die Aufstellung kommunaler Hochwasser- und Starkregenkonzepte ist das HPI.