Störfallvorsorge im Rahmen der IKSMS

Störfälle in Industrieanlagen oder Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen können weitreichende grenzüberschreitende Auswirkungen in Gewässern haben und insbesondere zur Einschränkung ihrer Nutzung als Trink- oder Brauchwasser sowie zur Schädigung des aquatischen Ökosystems führen.

Trotz aller Vorsorgemaßnahmen kann es passieren, dass mit Schadstoffen belastetes Wasser in ein Gewässer fließt. Dann ist Eile geboten. Vor allem müssen die Unterlieger gewarnt werden. Um für solche Fälle gewappnet zu sein, haben die IKSMS 1986 einen internationalen Warn- und Alarmplan (IWAP MS) für die Einzugsgebiete von Mosel und Saar eingeführt, der 2015 überarbeitet wurde, um der Einführung der Plattform INFOPOL MS als alleiniges Meldemedium Rechnung zu tragen. Die Neufassung des IWAP MS ist seit 30.04.2015 in Kraft.

Auch auf dem Gebiet der Störfallprävention betätigen sich die IKSMS. So haben sie zum Beispiel 1995 Empfehlungen über Vorsorgemaßnahmen bei der Öl- und Kohlenwasserstofflagerung in einstaugefährdeten Bereichen herausgegeben.