Wozu dienen die Ergebnisse des Niedrigwassermonitorings?

Das Niedrigwasserbeobachtungsnetz und die dazugehörigen Schwellenwerte sind nicht dazu konzipiert, ein Krisenmanagement zur Eindämmung der Folgen verringerter Abflüsse auf die Gewässerqualität und/oder --nutzungen auszulösen. Die potenziellen Auswirkungen eines Niedrigwassers, je nach Größe des Einzugsgebiets und Gewässernutzung im Gewässerverlauf, sind unterschiedlich, was die Festlegung homogener Krisenwerte auf nationaler oder gar internationaler Ebene unmöglich macht (s. Abb. 8).

 

Abbildung 8: Zusammenhänge zwischen Niedrigwasser (bzw. Hochwasser) und
Gewässergüte

 

 

Aus diesem Grund liegt bei Niedrigwasser das Krisenmanagement, das die Umsetzung von Maßnahmen wie die Beschränkung oder Einstellung von Nutzungen (Wasserentnahmen, Einleitungen, Wasserkraftgewinnung usw.) bewirken kann, allein in der Zuständigkeit der Länder. Dabei müssen die geltenden rechtlichen Grundlagen beachtet werden, die von Land zu --Land unterschiedlich sind (s. Abb. 9).

Abbildung 9: Maßnahmen des Niedrigwassermanagements

 

 

Die Ergebnisse des gemeinsamen IKSMS-Niedrigwassermonitorings ermöglichen jedem Partner:

  • die Abflusssituation an den ober- oder unterhalb seines Zuständigkeitsbereiches gelegenen Abschnitten grenzüberschreitender Gewässer wie Mosel, Saar, Sauer, Our und Nied in Erfahrung zu bringen,
  • bei der Aktualisierung des Bewirtschaftungsplans nach EG-Wasserrahmenrichtlinie in Abstimmung mit den anderen Partnern potenzielle Zusammenhänge zwischen der Abflussverringerung bei Niedrigwasser und einer eventuellen Zustandsverschlechterung der Oberflächenwasserkörper an den Grenzen der IKSMS-Mitgliedsstaaten aufzuzeigen.